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SILLY rockt im Festzelt
in Tangermünde am 09.09.2010
Es war ein trüber Tag, dieser 09.09.2010, an
dem ein SILLY-Konzert in Tangermünde stattfinden sollte. Auf der Fahrt nach
Tangermünde sammelte ich noch Sandra und Kessy ein und ab ging’s. Kurz vor
unserem Ziel riss dann auch die Wolkendecke auf. Anna hatte ja auf Facebook
angekündigt, dass sie ein Feuer macht und die Wolken wegtanzt. Offensichtlich
hatte sie es geschafft.
Dieses kleine verträumte Nest machte auf mich
einen sehr ruhigen, eben verschlafenen Eindruck. Ich fragte mich, wie es unsere
SILLYs hierher verschlagen hat. Als Alterswohnsitz könnte ich es mir vorstellen,
aber als Ort für ein SILLY-Konzert? Hmmm...
Das Festzelt war nicht schwer zu finden, es
stand am Rande des Elbufers und das Gelände war weiträumig abgesperrt, damit
keiner mit dem Auto bis ins Zelt fahren konnte. Rundherum standen Buden für das
Schlossfest, welches dort am Wochenende stattfinden sollte. Dies ließ uns
hoffen, dass wir noch etwas zu trinken und vor allem zu essen bekommen werden.
Diese Hoffnung blieb leider unerfüllt. Ersatzweise wurden die ersten SILLY-Fans
als Theke für Speis und Trank benutzt. Die Mücken stürzten sich in Scharen auf
uns. Nun fing es auch wieder an zu nieseln. Da SILLY mit dem Soundcheck
beschäftigt war, musste Anna offensichtlich das Wegtanzen der Wolken etwas zu
früh einstellen. Aber durch ihre Vorarbeit zeichnete sich für die Wartenden ein
schöner Regenbogen über dem Zelt ab.
Dreißig Minuten vor dem Einlass fragte ich
mich noch, ob das nicht sooo große Zelt annähernd voll werden würde. Die Anzahl
der bisher erschienenen Konzertbesucher war noch sehr überschaubar und würde
lediglich die ersten 2-3 Reihen füllen. Pünktlich 19:00 Uhr, als das Zelt zum
Einlass seine Bahnen öffnete, hatte sich doch eine stattliche Anzahl Fans
versammelt und passierte den Eingangsbereich ruhig und ohne Gedränge. An dieser
Stelle will ich auch etwas zu den Sicherheitskräften sagen. Diese fielen durch
ruhiges und freundliches Auftreten auf. Die Preise (im Zelt) für Bier, Sekt und
Bratwurst waren auch sehr moderat. Das Bier kostete 2 Euro und die Wurst 1,50
Euro.
Kurze Zeit später erklangen die ersten Takte
vom Opener. Es war kaum zu glauben, was in diesem Augenblick schon losging. Der
nun randvolle „Saal“ fing an zu brodeln, die Hände gingen nach oben und als dann
Anna und die Jungs die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Ich war echt
beeindruckt! Dann, wie gewohnt, der Titel „Nackter als Du“... Der Boden fing an
zu beben, vom ersten Titel an wurde mitgesungen, ständig waren die Hände oben.
Es fühlte sich an, als ob Tangermünde aus einem langen Winterschlaf erwacht wäre
und nun förmlich, zu den Liedern von SILLY, förmlich explodierte. Nur wie sollten die
Einheimischen im Schlaf die neuen Texte lernen?!
Auch unsere SILLYs wurden von der Euphorie im
Zelt angesteckt, vergessen war die vorangegangene Nacht, in welcher sie wenig
bis keinen Schlaf fanden. Anna, Uwe, Jäcki, Ritchie, Daniel, Ronny und Herr
Petereit rockten das Zelt mit den festen Wänden, als gäbe es kein Morgen und das
Publikum dankte es ihnen mit tosendem Applaus.
Als die letzten Klänge von „Sonnenblumen“
verebbten, die SILLYs sich nochmals verbeugt und bedankt hatten, leerte sich das
Zelt schnell, bis auf einige wenige, die noch ausharrten. Einer kleinen Gruppe
gelang es, an den Sicherheitskräften vorbei, in den Backstagebereich zu gelangen
und es dauerte eine Weile, bis sie wieder zurück in den Publikumsbereich
geleitet werden konnten.
Nach und nach kam dann ein SILLY nach dem
anderen, um den Wartenden noch ein Autogramm zu spendieren. Es wurden
Eintrittskarten, angerissene Zettel, Fotos und T-Shirts verziert. Nach und nach
verschwanden unsere SILLYs wieder, wie sie gekommen waren, nur diesmal durften
René mit seiner Freundin, Sandra und ich mit nach hinten. Ritchie entschuldigte
sich gleich bei uns, er wollte noch mit seiner Schwester reden, die auch zu dem
Konzert gekommen war. Dafür hatten wir natürlich volles Verständnis! Doch ging
er nicht, ohne unsere Autogrammwünsche zu erfüllen. Uwe kümmerte sich dann
weiter um uns und beantwortete bereitwillig unsere Fragen. Anna kam dann auch
zurück in den Backstagebereich und beschwerte sich lachend, dass ihre Jungs sie
da alleine zum Autogramme schreiben zurückgelassen hatten. Anna begrüßte uns nun
und erfüllte auch unsere Autogrammwünsche. Mir schrieb sie eine liebe Widmung in
die „Alles Rot“-CD. Nach und nach kam jeder unserer Helden zu uns und sprach
kurz mit uns. Uwe blieb aber am längsten. Schließlich entschuldigte auch er
sich, weil er aus den nassgeschwitzten Klamotten raus wollte, was wir natürlich
auch verstanden.
Als wir dann schließlich nach einigen
Abschiedsumarmungen den Backstagebereich verließen und auf einige ausharrende
SILLY-Fanclubmitglieder vor dem Zelt trafen, erfuhren wir, dass unser Aufenthalt
doch eine Stunde gedauert hatte. Für uns ist die Zeit viel kurzweiliger gewesen!
:)
Alles in allem kann man rückblickend sagen,
dass es ein wunderschöner Abend war!!!
Ralph aus Berlin
zu den
Fotos (Diashow)
Ein großes Dankeschön an Ralph für seinen ganz persönlichen
Bericht.
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