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SILLY wieder im "Haus Auensee"
und nach dem Konzert Party der FC'ler in der "24"
in Leipzig am 20.11.2010
Es war ein wundervoller Tag, dieser
20.11.2010: Blauer Himmel und Sonnenschein begleitete uns auf unserer Fahrt nach
Leipzig. Nachdem wir auf dem gegenüberliegenden „Campingplatz“ unseren Bungalow
bezogen hatten und die ersten FC'ler begrüßt hatten, machten wir uns kurz vor
18.00 Uhr auf den Weg zum Veranstaltungsort. Hier herrschte schon ein reges
Treiben und eine Menge Fanclubmitglieder waren schon da und so vergingen die 60
Minuten bis zum Einlass wie im Flug. Punkt 19.00 Uhr öffneten sich die
Eingangstore und dieses Mal waren wir drin und hatten unseren Platz in der
ersten Reihe sicher. Die Zeit bis zum Konzertbeginn verbrachten wir mit
Unterhaltung oder Fotos ansehen oder der Planung des weiteren Abends.
Dann endlich… Dämmerlicht und plötzlich Stille
im Saal. Axel Bosse betrat die Bühne und begrüßte das Publikum. Die nächsten 30
Minuten gehörte die Showbühne ihm und seinen Liedern, die über LIEBE sprachen,
die kein Rock'n Roll IST, sondern eher LEISE oder über eine Stadt, in der über 3
MILLIONEN leben oder eben über MURPHYs Gesetze, die wohl Bullshit sind. Axel
Bosse begeistert das Publikum auf seine Art. Er ist ruhiger als SILLY, hat
deshalb aber nicht minder viel zu erzählen. Er animiert die Leute zum Mitsingen und
Mitklatschen und irgendwie passt auch er wieder in das „Vorprogramm“. Die SILLYs
haben wieder einmal mehr ihren guten Musikgeschmack bewiesen und eine überaus
gute Wahl getroffen.
Nach einer 15-minütigen Umbaupause ging es
dann endlich 20.45 Uhr los. Die Bühne verhüllte ein großer weißer Vorhang. Es
war dunkel, nur ein paar Scheinwerferstrahlen zielten auf das große Laken. Das
Publikum der ersten Reihe nutzte dies als die Chance für einige Schattenspiele.
Hasen, Katzen und allerlei weiteres Getier waren zu erkennen. SILLY-Fans sind
kreativ. Dann die ersten Takte des Intros. Nun nutze jeder seine Hände zum
Taktangeben und das Haus Auensee begann sich langsam im Takt zu wiegen.
Überdimensional prangte das SILLY-Symbol auf der Leinwand und wurde später durch
den Schriftzug „SILLY“ abgelöst. Schatten der Musiker waren zu erahnen. Anna am
Mikro, links Uwe, rechts Ritchie. Der erste Takt von NACKTER ALS DU, der Vorhang
fiel und der Saal tobte.
Die SILLYs standen auf der Bühne und wurden mit
frenetischem Beifall von ihren Fans empfangen. Für 90 Minuten färbten sie nun
mit uns gemeinsam das Leipziger Haus Auensee in ein „ALLES ROT(es)“ Meer. Sie
nahmen uns mit auf eine Reise, die uns teils bekannt war, jedoch auch wieder
neue Eindrücke hinterließ. Der Tour-Teil II war kein „Abklatsch“ der ersten
Runde. Die Setlist wurde kleinen, aber sehr wertvollen Änderungen unterzogen.
Nach den uns allen mittlerweile bekannten Titeln wie ICH SAG NICHT JA,
FINDELKINDER oder ICH VERLASSE MICH, um nur einige aufzuzählen, folgte ein
Ausflug in die Vergangenheit. Alle brüllten wieder S.O.S. und Beifall flammte
auf, als MONT KLAMOTT angespielt wurde.
Uwe überzeugte hier wie immer mit seinem
Gitarrensolo. Doch was war das...? Plötzlich verstummte Anna und die Band gab den
Takt an. „Leipzig, singt mit mir. Lasst uns den Berg nach Leipzig tragen“
animierte Anna ihr Publikum und alle stimmten ein „…MONT KLAMOTT, auf'm Dach von
Berlin, MONT KLAMOTT, sind die Wiesen so grün…“ hallte es durchs Haus Auensee.
Nachdem wir uns nun alle wirklich mehr als verausgabt hatten, brachte der
Akustikteil alle ein wenig runter und mancher hatte bei ASYL IM PARADIES noch
immer die ein oder andere Träne im Auge. Tamara wir denken immer an dich!
Nach
nur kurzem Durchatmen ging es gleich weiter und die noch eben sehr
melancholische Stimmung wurde sofort wieder gekippt. Die SILLYs rockten noch
einmal mit ERSTER SEIN und KAPITÄN, bevor sie sich dann wie gewohnt mit der
ALLES ROT Reprise von den Leipzigern verabschiedeten.
Was für ein Abend!? Es war grandios! Überall
schaute man in strahlende Gesichter. Kein Wunder, dass die Leipziger lautstark
eine Zugabe forderten und natürlich ließ diese auch nicht lange auf sich warten.
Nach BATAILLION D'AMOUR und LEG MICH FEST standen sie noch einmal aufgereiht vor
den Fans. Die SILLYs strahlten und strahlten und strahlten. Pfiffe, Rufe,
Beifall… das Haus Auensee brodelte vor Begeisterung. Handküsse wurden geworfen,
Hände geschüttelt. Nach einer nochmaligen langen Verbeugung verabschiedete sich
die Band. Es war noch nicht die Zeit zum Gehen. Zu schön, zu emotional war
dieser Abend und alle wussten, dass da noch was gehen musste. Also wurde
weiterhin applaudiert und „Zugabe“ gerufen. Dieses Mal dauerte es eine Weile und
es schien, als würde die Band sich in diesem Applaus der Menge baden und sehr
wohl fühlen. Sie kamen noch einmal zurück auf die Bühne, griffen nach ihren
Instrumenten und…
und plötzlich ergriff Anna das Wort und bat Axel Bosse auf die
Bühne. Ein Duett der besonderen Art. Kein SILLY-Text, doch SILLY like. Es machte
Spaß, den acht Musikern bei 3 MILLIONEN zuzuhören und zuzusehen und die Meute
belohnte dieses Experiment mit sehr viel Beifall. Noch waren wir nicht am Ende,
denn die „ALLES ROT(e)“ Reise ging noch ein wenig weiter. Nachdem das Haus
Auensee rockte und von herbstlicher Kälte nichts mehr zu spüren war, wurden die
Töne wieder leiser. Die SILLYs verabschiedeten sich mit HÖHLE und schickten ihre
Fans mit SONNENBLUMEN nach Hause. Noch einmal verneigten sie sich vor ihrem
Publikum und ließen sich feiern, bevor sie in der Dunkelheit verschwanden.
Wieder ging ein wunderschöner Abend zu
Ende.
Zu Ende???? Nein! Es sollte noch nicht zu Ende sein! Deshalb trafen sich noch
einige des SILLY-Fanclubs in einem Bungalow auf dem gegenüber liegenden
Campingplatz. Die Getränke hätten für eine ganze Armee gereicht. Es gab
Würstchen und ein paar Leckereien und natürlich gab es ganz viele Gespräche über
SILLY. Der Bungalow war sogar dem Anlass angemessen in weiß-rot eingerichtet.
Irgendwie erinnerte uns der Abend an die Abschlussfahrt der 10. Klasse. Wir
saßen quasi gestapelt übereinander oder auf dem Boden. Es wurde viel gelacht und
gescherzt, so als gäbe es kein Morgen und keine Probleme auf dieser Welt. Es gab
nur das Hier und Jetzt. Alle waren unbeschwert und wieder einmal fühlten wir,
dass wir alle irgendwie wie eine große Familie sind. Gegen 3 Uhr morgens brachen
dann auch die Letzten auf und nach vielen innigen Umarmungen ging dieser Tag
wirklich zu Ende. Nur 6 Stunden später saßen wir noch einmal alle zusammen und
frühstückten gemeinsam. Irgendwie konnten wir uns nicht trennen. Wir wussten,
dass wir uns in diesem Jahr nicht noch einmal sehen würden. Es wurden
Weihnachtswünsche ausgesprochen und ein guter Rutsch ins neue Jahr gewünscht.
Wir danken allen, die diesen Tag zu einem so
wunderbaren Erlebnis werden ließen! Wir freuen uns auf das kommende Jahr und
werden uns sicher im Juni wieder auf dem Campingplatz "Haus Auensee" treffen und
vielleicht wartet dann eine laue Sommernacht auf uns. Wer weiß…
Eure wilden Mathilden
Antje & Romy
Fotos: René Homuth
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