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Der etwas andere Silly-Abend
Lesung mit Jan Josef Liefers
in Hamburg am 07.10.2009
Irgendwie war an diesem Abend alles anders:
Keine Vorbands, kein stundenlanges Warten auf die Sillys, kein Stadtfest. Nein, eine Lesung. Es war unsere erste Lesung und es ist der letzte Termin der
Sillys im Tourplan 2009. Wir stehen diesmal nicht in der ersten Reihe vorne links. Wir sitzen in der zweiten Reihe - aber immerhin vorne links. Auf der kleinen Bühne ist auch alles anders: Keine Keyboards auf der rechten Seite - dafür steht ein Flügel auf der linken Seite. Ganz rechts steht ein Pult mit Leselampe. Hier also wird Jan Josef Liefers sitzen und uns sein Buch "Soundtrack meiner Kindheit" vorstellen. Wir sind gespannt.
Die Moderatorin des "Kulturjournals" kommt auf die Bühne und erzählt ein paar einleitende Worte. Dann kommt Jan. Er hat sein Buch, was an diesem Tag erst erschienen ist, unterm Arm, setzt sich und beginnt Auszüge daraus vorzulesen. Schnell wird klar, er kann nicht nur schauspielern und singen - er kann auch schreiben. Und so erzählt er uns mit viel Humor und Charme von seiner Kindheit, seinem Hund Eddy, Oma Hilde und seiner Pionierzeit. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise durch Deutschland, eine Reise in die DDR. Manch Vergessenes wird wieder in Erinnerung gebracht und manchmal mussten wir so lachen (weil wir dachten "Genau so war es! Genau so!"), dass uns die Tränen liefen. Aber es gab auch sehr stille Momente, in denen wir inne hielten. Zum Beispiel bei einigen Episoden der Wendezeit.
Zwischen den einzelnen Passagen spielen die Sillys. Es ist unser erstes "Konzert" im Sitzen - aber es passt zur Stimmung des Abends. Verträumt und ein wenig melancholisch lauschen wir den Vieren und genießen jeden einzelnen Ton in vollen Zügen. Ob bei "Traumpaar", "Bataillon d'amour" oder "Flieg" - wir haben Gänsehaut. Es ist fast schon ein unplugged-Konzert. Anna nennt es die Jan-Josef-Liefers-Version. Es ist nicht so rockig, wie sonst. Nicht so laut. Es ist irgendwie gefühlvoller, persönlicher, eindringlicher, ruhiger - für diesen Abend einfach passend.
Als Ritchie am Flügel die ersten Takte von "Asyl im Paradies" erklingen lässt, ist eine ganz angespannte Stimmung im Raum und Einigen laufen leise Tränen übers Gesicht, als Anna
Tamaras Lied singt. Ja, auch an diesem besonderen Abend ist Tamara uns allen wieder ganz nah...
Nachdem wir von Jan erfahren haben, dass ein Stück Pflaumenkuchen die Wende angekündigt hat - gibt es noch ein "Bonbon" für das Publikum: Gemeinsam mit seiner Frau Anna singt er "Wo bist Du". Damit aber noch nicht genug. Die Zuschauer oder besser gesagt, die Zuhörer, wollen mehr und bitten unter Applaus die
Sillys noch zu einem "Halloween in Ostberlin" auf die Bühne.
Und wieder geht ein wunderschöner Abend mit Silly viel zu schnell zu Ende. Wir sehen uns an - glücklich und traurig zugleich. Jetzt haben wir eine lange Durststrecke vor uns, aber wir können schon ein Stück von unserem Maßband abschneiden. Zwei liebe Fanclubmädels haben uns in Berlin ein Maßband geschenkt, um uns die lange Wartezeit ein wenig zu verkürzen. 150 lange Tage enden Anfang März. Anfang März - das kommt uns
vor wie eine Ewigkeit. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr mit Anna und den Jungs und natürlich mit Euch!
Bis dahin lasst es Euch gut gehen Ihr Lieben! Wir denken an Euch und vermissen Euch schon jetzt!
Auf eine Frage der Moderatorin antwortet Uwe im abschließenden Interview: "... Dafür brennen wir - wir leben und sterben für
Silly!" Ja, uns geht es genauso - wir leben für die Sillys! Wir leben einen Traum!



Durch
einen *KLICK* auf die Fotos können diese vergrößert werden
Fotos
von Peter Schmidt
Den
Beitrag im ndr "Kulturjournal" findet ihr unter
http://www3.ndr.de/sendungen/kulturjournal/archiv/literatur/kjsoundtrack100.html
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